Chronik 2018

Chronik 2018


„Chemnitz singt!“ 21.01.2018

Chemnitz feiert 2018 sein 875. Jubiläum. Es war eine großartige Idee, die diesbezüglich im Frühjahr 2017 vom Opernhaus Chemnitz unterbreitet wurde: das Jubiläumsjahr sollte mit einem gewaltigen Chorkonzert in der Chemnitz-Arena eröffnet werden. Natürlich würden der Opernchor und die Robert-Schumann-Philharmonie das Gerüst geben, aber auch alle anderen Chöre der Stadt und viele aus dem nahen Umland waren eingeladen. Schließlich kamen auch noch Chöre aus den Partnerstädten Düsseldorf, Usti nad Labem und Tianjin im fernen China hinzu.

Die Auswahl der zu singenden Lieder zog sich hin, für Männerchöre stand letztlich nur „In Taberna“ aus Carl Orffs „Carmina Burana“ auf dem Programm. Aber das hatte es dafür in sich: der sehr schnell zu sprechende lateinische Text war eine Herausforderung für uns Sänger. Umso mehr sind wir glücklich, in welch einfühlsamer Weise Werner Haas uns ab Oktober 2017 an die Schwierigkeiten des Stückes heranführte und sie meistern half.

Endlich war der 20. Januar 2018 da und die erste gemeinsame Probe aller Chöre in der großen Chemnitz-Arena.

Einsingen
Einsingen

Schon das gemeinsame Einsingen von mehreren Hundert Sängern war ein Erlebnis.

Erste gemeinsame Probe
Erste gemeinsame Probe

Als dann der lange schwierige Weg durch die ehemalige Industriehalle bis auf die Tribüne geschafft war und endlich vom Dirigenten der Robert-Schumann-Philharmonie Felix Bender „In Taberna“ angekündigt wurde, wurde uns leicht bang: Wie schnell dirigiert er das Stück? Der eine oder andere von uns hatte über das Internet verschiedene Aufführungen gesehen – von sehr schnell bis eher moderat.

Oh Schreck – Felix Bender schlug ein Höllentempo an, so, wie wohl von Carl Orff gewollt. Da „hing“ man auch ein Mal und musste sich wieder in das Stück „hineinschleichen“.

Zuhause haben wohl fast alle noch mehrmals intensiv geprobt.

Die Generalprobe am Sonntag Mittag klappte dann wesentlich besser.

Als dann wenige Minuten nach 15 Uhr der Chemnitzer Publikumsliebling Felix Bender von rund 4000 Anwesenden in einer ausverkauften Halle mit großem Beifall begrüßt wurde, begann eine musikalische Veranstaltung, wie wir sie in dieser Form noch nie erlebt hatten.

Der Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz, Dr. Christoph Dittrich führte durch das Programm.

Chemnitz singt - und der Männerchor Rottluff ist dabei
Chemnitz singt – und der Männerchor Rottluff ist dabei

Vom „Einzug der Gäste“ aus dem „Tannhäuser“ über Händels „Halleluja“ und Verdis Gefangenenchor aus „Nabucco“ bis zu Orffs „Carmina Burana“ spannte sich der Bogen – um nur einige Höhepunkte zu nennen.

Einen speziellen Programmpunkt bildeten die Kinderchöre. Über 400 Kinder sangen – u.a. das Lied aus dem bekannten Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“.

Zur tollen Stimmung trug bei, dass Felix Bender das Publikum bei einem Kanon und einer Volkslieder-Bearbeitung ins Singen einbezog.

 

Abgesehen von der Mitwirkung bei diesen gemeinschaftlich gesungenen Liedern waren wir erst ganz zum Schluss dran.

 

Die 3 Stücke aus „Carmina Burana“ bildeten den Abschluss und Höhepunkt der Veranstaltung – wir gaben bei „In Taberna“ unser Bestes.

Im Großformat auf dem Hallenmonitor
Im Großformat auf dem Hallenmonitor

 

Dass uns dabei auch ein hübscher Schnappschuss vom Hallenmonitor einfing, freut uns besonders.

Das Publikum dankte mit geradezu frenetischem Applaus.

Am Abend brachte das Fernsehen des MDR einen sehr schönen Beitrag zu „Chemnitz singt!“.

Und am nächsten Morgen prangte ein Bild mit Sängern der Veranstaltung auf der Titelseite der Chemnitzer „Freien Presse“.

Auf der Innenseite fand sich ein größerer Bericht.

Uns bleibt die Erinnerung an eine Veranstaltung, die ein Freund mit einem einzigen Wort auf den Punkt brachte: „Grandios!“.

Unserem Liedermeister Werner Haas aber möchten wir nochmals unseren herzlichen Dank ausdrücken für seine Probenarbeit zu diesem 21. Januar. Der Dienstagabend mit ihm, seinem Humor und seinem Können ist immer wieder ein Genuss! Danke, Werner!

 

20-jähriges Jubiläum Gesangsverein Grüna-Mittelbach 16.06.2018

Seit einigen Jahren haben wir ein enges Verhältnis zu unseren nächsten Nachbarn, den Sängerinnen und Sängern des Gesangsvereins Grüna-Mittelbach.

So war es selbstverständlich, der Einladung zum 20-jährigen Jubiläum zu folgen.

MCR 1839 im Kulturhaus Grüna
MCR 1839 im Kulturhaus Grüna

Mit 3 eigenen Liedern und der Mitwirkung bei gemeinsam mit den anderen Chören gesungenen Liedern hat der Männerchor einen  ordentlichen Eindruck hinterlassen.

Im Kulturhaus Grüna
Im Kulturhaus Grüna

 

 

Singen im AWO-Heim Max-Saupe-Straße 11.07.2018

Es ist in erster Linie unserem langjährigen Chormitglied Manfred Röhn zu verdanken, dass dieser Auftritt des Männerchors Rottluff im Bereich „Betreutes Wohnen“ zustande kam. Leider konnte er selbst nicht anwesend sein.

MCR-Auftritt am 11. Juli 2018
MCR-Auftritt am 11. Juli 2018

Erstmals traten wir mit unserem „Wasser-Programm“ auf – mit Liedern, die in der einen oder anderen Weise mit dem Wasser in Verbindung stehen. Ob es mit der großen Hitze an diesem Tage zusammenhing, dass Lieder vom kühlen Nass gefragt waren – jedenfalls kamen wir beim begeistert mitgehenden Publikum sehr gut an.

Es ist schön, wenn man mit der Bemerkung verabschiedet wird, doch bald einmal wiederzukommen…

26.-28.10.2018

Chorreise vom 26.-28.10.2018
 

Im Frühjahr gebucht, im Detail vorbereitet – und endlich, am Vormittag des 26. Oktober ging’s los.

Der Bus des Omnibusunternehmens Lenz aus Hainichen holte uns mit einem bekannten Gesicht ab: Petra, die Fahrerin, hatte uns schon vor zwei Jahren bei unserer Harzreise chauffiert. Auch diesmal war die Fahrt mit ihr ein Genuss!

Pünktlich zum Mittagessen kamen wir im Hotel „Riviera“ in Děpoltovice an. Das Hotel empfing uns sehr freundlich – nur der zugehörige große Teich hatte spürbar unter dem trockenen Sommer gelitten. Am Nachmittag versammelten sich die Sänger zu einer Probe – schließlich war ja für die Rückreise am Sonntag ein Singen an den Gräbern von Anton Günther und seinem „Grußmütterla“ in Boží Dar, dem früheren Gottesgab, vorgesehen. Nach dem Abendessen saß man an den Tischen noch lange zusammen.

Der Sonnabendmorgen bescherte ein ausgiebiges Frühstücksbuffet, bevor die Fahrt nach Bečov nad Teplou los ging. Die Besichtigung des Maurusschreines wurde zu dem versprochenen großen Erlebnis – selbst wenn die Qualität der deutschsprachigen Führung nicht gerade die Note „Eins“ erhielt. (Unser Sangesbruder Friedmar Erfurt gab im Bus bei der Weiterfahrt eine nachträgliche ausführliche Erläuterung zur Ausstellung, so dass auch dieses „Loch“ gestopft wurde.)

Das Mittagessen im Restaurant „U Zámku“ schmeckte ausgezeichnet. Die nachfolgende Fahrt über die herbstlich goldenen Höhen – mit weitem Blick zum Erzgebirge – hinunter nach Loket war landschaftlich ein Genuss. In Loket bummelten wir zwei Stunden auf eigene Faust durch die Stadt – hinauf zur Burg oder halt in ein Café.

Der Abend brachte den zum Programm gehörigen Grillabend mit einer fetzigen Unterhaltungs- und Tanzmusik. Die Tänzer und Tänzerinnen unter uns kamen auf ihre Kosten. Viele Lieder kannten wir und sangen mit, während der Pause des großartigen tschechischen Alleinunterhalters gaben wir einige Kostproben unserer Lieder zum Besten. Als wir zum Schluss das „Feierohmd“-Lied anstimmten, gab es ordentlich Beifall – kein Wunder, denn das Hotel war weitgehend in erzgebirgischen Händen (zumindest von den Gästen her…)

Am Sonntagmorgen ließen wir uns viel Zeit. Denn bis hinauf nach Boží Dar war es nur ein Katzensprung. Der höchstgelegene Ort des Erzgebirges empfing uns mit heftigem Wind und Schneetreiben. Mit dem „Feierohmd“-Lied am Grabe Anton Günthers und dem „Grußmütterla“ an dem seiner geliebten Oma kämpften wir gegen das Wetter an. Vielleicht war es gerade wegen dieser rauen Umgebung für jeden von uns besonders beeindruckend.

Bis hinüber zum Fichtelberg war es dann nicht mehr weit. Weil wir viel zu zeitig im Fichtelberghaus gewesen wären, nutzten wir die Zeit, um unten in Oberwiesenthal noch einmal kurz über die Grenze zu gehen und das eine oder andere Mitbringsel zu kaufen. Das Plateau des Fichtelberges bot uns dann den ersten richtigen Winter-Eindruck. Chemnitz erreichten wir zur geplanten Zeit. Drei sehr schöne Tage in unserer frohen Gemeinschaft gingen zu Ende – viel zu früh, wie mancher meinte.

 

Sängerball am 2. November 2018 im Platner Hof

Der Sängerball des Männerchors Rottluff hat nun schon eine jahrzehntelange Tradition. Dieses Jahr fand er erstmals im „Platner Hof“ statt. Die etwas kleinere Räumlichkeit gegenüber dem bisherigen „Haus des Gastes“ brachte angesichts des erfreulichen Andrangs der Gäste zunächst ein wenig organisatorischen Trubel. Doch mit ein wenig Verspätung begann dann ein sehr schöner Abend.

Gemeinsam mit unseren Gastchören, dem Gesangsverein Grüna-Mittelbach und der Chemnitzer Singflut, boten wir eine abwechslungsreiche Stunde Chorgesang. Die gemeinsam gesungenen Kanons „Singen macht Spaß“ und „Halleluja“ brachten noch einmal richtigen stimmlichen Druck in den Saal. Die „Kritik auf dem kurzen Dienstweg“ – Meinungsäußerung von Freunden und Bekannten noch während der Veranstaltung – war sehr positiv. Unserem MCR wurde eine spürbare Verbesserung bescheinigt.

Da auch die nachfolgende Tanzmusik durch „Little Tandem“ recht nach dem Geschmack der Gäste waren, kann der Jahrgang 2018 unseres Sängerballs wohl erneut als ein Erfolg betrachtet werden.